Verantwortung

Zu Besuch in der Wäscherei

13.02.2018

Acht Schüler des Franz-Haniel-Gymnasiums haben eine Führung durch die CWS-boco Wäscherei in Neuss bekommen. Die wissbegierige Gruppe ließ sich von Standortleiter Jürgen Voß den Ablauf in der Wäscherei genau erklären.

Im letzten November war Haniel Unterstützer des Designathons 2017. Im SIL kamen zu diesem Anlass 14 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren zusammen und entwickelten Ideen, wie man die wichtige Ressource Wasser auch in Zukunft schützen kann. Am Ende des Tages versprach Jurymitglied Daniel Willmes, Corporate Director Business Development bei CWS-boco, den kreativen Teilnehmern einen Besuch in der Wäscherei in Neuss – und hielt Mitte Januar Wort.

Muntere Rasselbande
Nach einstündiger Busfahrt treffen die Schüler nach Schulschluss um 15:20 Uhr in Neuss ein. Von Müdigkeit keine Spur. In der ersten Etage der Wäscherei erwarten Daniel Wilmes und Betriebsleiter Jürgen Voß die muntere Rasselbande. „Als Wäscherei achten wir ganz besonderes auf unseren Wasser- und Waschmittelverbrauch. Wir haben jeden Tag mit unterschiedlichen Textilien zu tun, die wir je nach Beschaffungsart zusammen oder gesondert reinigen können“, erklärt Voß. „Wenn ein Berufskleidungsstück im Durchschnitt 500g wiegt, wie viel wiegen dann zwei“, fragt der Standortleiter in die Runde. Mehrere Hände schnellen in die Höhe.

Die Wissbegierde der Schüler scheint ungebremst. „Was machen Sie, wenn etwas bei der Reinigung kaputtgeht? Mussten Sie schonmal vor Gericht“, fragt Recep – und ein Lachen geht durch den Raum. „Mein Vater hat auch immer Berufskleidung an“, erzählt eine Schülerin. „Dann wollen wir mal nachsehen, ob wir die Sachen deines Papas unten in der Wäscherei finden können“, erwidert Voß vielversprechend. „Doch dafür müssen wir den Hygieneschutz beachten.“ Zur großen Freude aller darf sich deswegen jeder einen weißen Schutzkittel überziehen und die Hände - auch gerne mehrmals - desinfizieren.

Nase zu und durch
In der großen Halle sind die Schüler umgeben von riesigen Bergen von Wäsche, großen Trocknern und ganzen Waschstraßen. Über ihnen wird mit Etiketten versehene Kleidung an großen Metallleisten transportiert und sortiert. Die Zwillinge Estella und Luna sind so beeindruckt, dass Sie die Führung erstmal mit eingehakten Armen fortführen. Vieles ist automatisiert, ganz schön High-Tech. Eine durchschnittliche Haushalts-Waschmaschine fasst 5kg, die Größte hier das Vierfache. „Dank unserer modernen Waschanlagen senken wir nicht nur den Wasser- und Energieverbrauch, sondern können die Kleidung in nur drei Stunden waschen, trocknen, bügeln und transportfähig machen.“, sagt Voß über den Maschinenlärm hinweg. Immer wieder schnellen die Hände der jungen Besucher in die Höhe; sie haben Fragen oder etwas anzumerken.

Dass Nachhaltigkeit nicht immer gut riechen muss, erfahren die Schüler, als es zum Schluss des Rundgangs zur Abwasserbehandlungsanlage geht. Adin und Emilia halten sich lieber die Nasen zu. Die Anlage bereitet Abwasser nicht nur auf, sondern senkt auch der Energieverbrauch signifikant.

Der schlechte Geruchseindruck kann die generell positive Wahrnehmung des Tages aber nicht trüben. Zurück im Besprechungsraum gibt es erstmal Durstlöscher und Kuchen. „Mir haben die Faltmaschinen am besten gefallen“, erzählt Jannik. Als es zum Abschluss noch ein Quiz zu Zahlen und Fakten der Wäscherei gibt, besteht kein Zweifel mehr daran, dass die Schüler auch einiges gelernt haben. Zur Belohnung darf jeder seinen Schutzkittel behalten, obendrauf gibt es einen Jutebeutel mit Werbeartikeln. „Ich fange morgen hier an“, lässt Recep verkünden, bevor es zurück in den Bus geht.

Auch Standortleiter Voß zieht ein positives Fazit: „Die Qualität der Fragen war unerwartet hoch. Insofern hatte ich Freude daran zu antworten. Das Thema „Wasser“ ist für CWS-boco natürlich wichtig und ich unterstütze gerne Initiativen, die Kindern verantwortungsvollen Umgang mit Wasser nahebringen.“ Das scheint bei den Teilnehmern des Designathons und des Wäschereibesuches schon gut geklappt zu haben: Emilia und Jannik nehmen dieses Jahr mit ihrer Idee des Müllschluckers im Wasser am Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht“ teil.