Verantwortung

Andersgründer

29.08.2016

Ins alte Gästehaus am Franz-Haniel-Platz ist das Social Impact Lab Duisburg eingezogen. Hier arbeiten Sozialunternehmer an ihren Geschäftsideen. Bei der feierlichen Eröffnung wurden auch neue Teams ausgewählt.

Das alte Gästehaus ist nicht wiederzuerkennen: Frisch gestrichen, mit hellen Holzmöbeln und bunter Deko bilden die Räume auf drei Stockwerken das neue Zuhause des Social Impact Labs. In den letzten Wochen haben Standortleiter Dirk Sander und Community Manager Clemens Binder ordentlich angepackt, um alles rechtzeitig zur Eröffnung fertig zu kriegen. Das Social Impact Lab Duisburg unterstützt Sozialunternehmer mit einem achtmonatigen Förderprogramm ‪bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Geschäftsidee. Ziel des Projektes ist es, durch den Aufbau eines regionalen Netzwerks und eines umfangreichen Veranstaltungs- und Qualifizierungsangebots die Rahmenbedingungen für die Entwicklung sozialer Innovationen in der Region Rhein-Ruhr nachhaltig zu verbessern. Interessierte können sich mit ihrem Gründungsvorhaben bewerben, alle drei Monate werden neue Teams in einem öffentlichen Pitch ausgewählt. Initiiert wurde das Lab von Haniel, der KfW Stiftung und der Prof. Otto Beisheim Stiftung sowie der Social Impact gGmbH.

Am Nachmittag des Eröffnungstags bot auch die Haniel-Akademie ein anderes Bild: Gäste, Jury und Sozialunternehmer sitzen auf Hockern aus Pappe, unter so mach einem Anzug blitzt ein bunt bedrucktes Shirts hervor und in der Pause machen alle zusammen Gymnastikübungen: Kein Wunder, waren dies doch die Pitches der „Andersgründer“. „Wir suchen Social Entrepreneurs, also Geschäftsideen, die einen sozialen oder gesellschaftlichen Mehrwert schaffen und gleichzeitig genug Umsatz machen, um sich selbst tragen zu können“, erklärt Norbert Kunz, Geschäftsführer der Social Impact gGmbH, der gemeinsam mit den anderen Initiatoren die Teams auswählte. Diese haben fünf Minuten Zeit, ihre Geschäftsidee vorzustellen, ihre Finanzierungspläne offenzulegen und das soziale oder ökologische Problem, das ihr Start-up lösen soll, zu beleuchten. Vier Teams schafften es am Ende ins Lab. Für sie beginnen nun spannende acht Monate, in denen sie mit Hilfe von Mentoren und den Experten des Social Impact Labs aus ihren Ideen funktionierende Unternehmen machen werden. Dabei können Sie schon auf ein großes Netzwerk zurückgreifen: Momentan arbeiten acht weitere Teams im diesem Programm im Duisburger Lab an ihren sozialen Geschäftsideen. Direkt im Anschluss konnten Sie ihren Erfolg mit ihren neuen Büronachbarn feiern: Im und vor dem Lab feierten alle ein buntes Sommerfest mit Live-Musik und leckerem Essen.