Pressemitteilung

Zeche Zollverein im Detail

18.03.2010

Haniel Museum überlässt dem Essener Ruhr Museum wichtiges Exponat als Kern der Ausstellung.

Duisburg, 18. März 2010. Erst die weiße Bergmannkleidung anziehen, in den Schacht fahren und am Ende schwarz wieder hinaufkommen – so verläuft normalerweise die Besichtigung einer Zeche. Nicht so im neuen Ruhr Museum in Essen: Dort zeigt seit wenigen Wochen ein detailgetreues, aufwändig gestaltetes Modell aus dem Bestand des Haniel Museums, wie die Zeche Zollverein aussah, lange bevor sie zum Kultur-Hotspot wurde. Das Exponat ist größtenteils eine Spende des Haniel-Konzerns.

Gegründet wurde die Zeche Zollverein nach jahrzehntelangen Bemühungen und hohen Investitionen 1847 von Franz Haniel (1779 – 1868), jenem Industriepionier aus Duisburg-Ruhrort, nach dem auch der Haniel-Konzern benannt ist. Er schuf die Voraussetzungen dafür, dass die heimische Kohle zur Rohstoffbasis der Eisen- und Stahlindustrie werden konnte. Auch das Abholzen der Wälder in der Region hatte damit ein Ende, da die Betreiber der Hochöfen von Holzkohle auf den wesentlich effektiveren Steinkohlenkoks umstellten.

Symbol des Strukturwandels
„Die Zeche Zollverein markiert den Beginn des Industriezeitalters im Ruhrgebiet und drückte dem Revier für weit über 100 Jahre ihren Stempel auf“, erläutert Dr. Bernhard Weber-Brosamer, Leiter der Unternehmensgeschichte bei Haniel. „Es freut uns, dass wir die Ausstellung mit diesem symbolträchtigen Exponat ergänzen können.“ Zumal die Zeche Zollverein auch den Strukturwandel der Region hervorragend veranschaulicht: 1986 wurde die Kohleförderung beendet – heute wird auf dem Gelände des Weltkulturerbes Kultur gefördert. Erstmals zu sehen war das Modell der Zeche Zollverein als Leihgabe des Haniel Museums für die Ausstellung „Gründerzeit 1848-1871“, die 2008 im Deutschen Historischen Museum in Berlin gezeigt wurde.