Pressemitteilung

TAKKT: Solide operative Kennzahlen dank Diversifikationsstrategie

20.03.2014

  • Konzernumsatz um 1,3 Prozent auf 952,5 (Vorjahr: 939,9) Millionen Euro gestiegen; organischer Umsatzrückgang von 2,6 Prozent
  • EBITDA-Marge bei 12,9 (14,2) Prozent, bereinigt um Einmaleffekte mit 14,1 Prozent nahezu auf dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreswerts (14,4 Prozent)
  • TAKKT-Cashflow erreicht 83,4 (92,7) Millionen Euro
  • Dividende von 0,32 Euro je Aktie vorgeschlagen
  • Organisches Umsatzplus von drei bis fünf Prozent und Steigerung der operativen Ertragskraft für Geschäftsjahr 2014 erwartet

Stuttgart, 20. März 2014. Im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld des Jahres 2013 konnte TAKKT seinen Konzernumsatz in Berichtswährung Euro um 1,3 Prozent auf 952,2 (939,9) Millionen Euro steigern, vor allem aufgrund positiver Effekte aus den Akquisitionen des Vorjahres. Bereinigt um Akquisitions- und Währungseffekte ging der Konzernumsatz um 2,6 Prozent zurück. Die Umsatzentwicklung entspricht dem im Prognosebericht des Vorjahres skizzierten vorsichtigen Szenario. Für TAKKT prägend war vor allem die schwache wirtschaftliche Lage in Europa. In den USA war die wirtschaftliche Entwicklung deutlich besser, doch belastete der Fiskalstreit auf Bundesebene das US-Geschäft einzelner TAKKT-Gesellschaften.

Felix Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der TAKKT AG, erläutert die Hintergründe der operativen Entwicklung: „TAKKT verfügt über ein sorgfältig ausbalanciertes Portfolio von B2B-Direct-Marketing-Spezialisten. Unsere Konzerngesellschaften zeichnen sich durch ihren individuellen Fokus auf unterschiedliche Produktsortimente, Absatzregionen und Vertriebskanäle aus. Damit bedienen sie jeweils unterschiedliche Kundengruppen aus verschiedenen Branchen. Diese Strategie hat sich im Berichtsjahr erneut bewährt. TAKKT ist somit breit aufgestellt und konnte auch unter schwierigen Rahmenbedingungen solide operative Kennzahlen vorlegen.“

Rohertragsmarge akquisitionsbedingt gestiegen, EBITDA-Marge im Zielkorridor
Die Rohertragsmarge des Konzerns verbesserte sich im Jahr 2013 akquisitionsbedingt auf 43,6 (43,3) Prozent. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die Rohertragsmargen der im Vorjahr akquirierten Gesellschaften GPA und Ratioform, die über dem Konzerndurchschnitt liegen. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen), die wesentliche Steuerungskennzahl des TAKKT-Konzerns für die operative Ertragskraft, ging auch angesichts mehrerer Einmaleffekte auf 122,8 (133,7) Millionen Euro zurück. Mit 12,9 (14,2) Prozent lag die EBITDA-Margedeutlich niedriger als im Vorjahr und bewegte sich damit in der unteren Hälfte des internen Zielkorridors von 12 bis 15 Prozent.

Für das Geschäftsjahr 2013 sind drei Einmaleffekte zu beachten: Erstens führte die Entscheidung, den operativen Betrieb der europäischen Topdeq-Gruppe sukzessive einzustellen, zu einer Ergebnisbelastung von 6,2 Millionen Euro. Zweitens wurde die ausstehende variable Verbindlichkeit für den Kauf der US-amerikanischen Gesellschaft GPA angepasst, da sich die Gesellschaft besser entwickelte als erwartet. Im Schlussquartal 2013 wurden die noch ausstehenden vertraglich vereinbarten variablen Kursbestandteile für den Erwerb durch eine Vertragsanpassung gemeinsam mit den Alt-Eigentümern auf einen festen Wert fixiert. Aus der Anpassung und der anschließenden Festschreibung der Kaufpreisverbindlichkeit entstand ein Aufwand in Höhe von insgesamt 3,6 Millionen Euro. Drittens wurde die Option, das Versandhandelszentrum in Kamp-Lintfort auszubauen, nicht ausgeübt, was zu einer Entschädigungszahlung in Höhe von 2,0 Millionen Euro führte. Bereinigt um die Einmaleffekte lag die EBITDA-Marge mit 14,1 Prozent annähernd auf dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreswerts von 14,4 Prozent.

Der Konzernüberschuss ging um insgesamt 21,6 Prozent auf 52,5 (67,0) Millionen Euro zurück. Das Ergebnis je Aktie sank entsprechend auf 0,80 (1,02) Euro.

Cashflow-starkes Geschäftsmodell bewährt sich in schwierigem Umfeld
Der TAKKT-Cashflow (definiert als Periodenergebnis plus Abschreibungen, Wertminderungen auf langfristiges Vermögen und erfolgswirksam verbuchte latente Steuern) belief sich auf 83,4 (92,7) Millionen Euro. Dies entspricht einer Cashflow-Marge von 8,8 (9,9) Prozent und einem TAKKT-Cashflow je Aktie von 1,27 (1,41) Euro.

Finanzvorstand Claude Tomaszewski resümiert: „Eine zentrale Stärke unseres Geschäftsmodells ist dessen hohe Innenfinanzierungskraft. Dies erlaubte uns auch im schwierigen konjunkturellen Umfeld des letzten Jahres einen hohen Cashflow zu erwirtschaften und damit einen signifikanten Teil der Finanzschulden zu tilgen. Angesichts der soliden Finanzierung und der gesunden Bilanzstruktur wird der TAKKT-Vorstand gemeinsam mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung wie im Vorjahr vorschlagen, eine Dividende von 0,32 Euro je Aktie auszuschütten."

Die vollständige Pressemitteilung inklusive einer Liste der IFRS-Zahlen lesen Sie hier.