Pressemitteilung

Nostalgie und Fantasie im „Hafen der Kulturhauptstadt”

26.05.2010

Zwei besondere Veranstaltungen aus dem Programm der Duisburger Akzente zur Local Heroes-Woche.

In dieser Woche steht Duisburg als „Local Hero“ im Mittelpunkt von RUHR.2010: Der Heimatstandort von Haniel präsentiert sich als „Hafen der Kulturhauptstadt“. Zwei Veranstaltungen in Ruhrort sind mit dem Unternehmen und Hauptsponsor von RUHR.2010 besonders verbunden: die filmisch-literarisch-musikalische Inszenierung „Liebe, Sehnsucht, Ruhrort“ und das „Fantasy Castle“ der „Ruhrorter Hafenkids“.

Ob verborgene Hinterhöfe, verwaiste Ladenlokale oder mystische Hafenecken: Kaum ein Fleck in Ruhrort, der in der Akzente-/Local Heroes-Woche nicht als kultureller Schauplatz in Szene gesetzt wird. So verwandelt sich der Kirchgarten von St. Maximilian in ein Open-Air-Kino. Hier feiert am Donnerstag, 27. Mai, um 21.30 Uhr „Liebe, Sehnsucht, Ruhrort“ Premiere. Die filmisch-literarisch-musikalische Inszenierung erzählt die Geschichte und Geschichten des Stadtteils mit bisher unveröffentlichten Aufnahmen aus den 1920er bis 1950er Jahren. Kai Gottlob, Geschäftsführer des Duisburger Filmforums, hat das Filmmaterial in Archiven entdeckt, digital aufbereitet und neu arrangiert. Die Duisburger Autorin Silvia Kaffke schrieb dazu Texte, die live rezitiert werden – unter anderem von Christian Brückner, Schauspieler und Synchronsprecher. Die Musik stammt von Tim Isfort, der mit seinem Ensemble „Tonmaschine“ fast vergessenen Ruhrorter Liedern wieder Leben einhaucht.

Videostelen an den Originaldrehorten
Nach der Premiere gibt es zwei weitere Vorführtermine: am Freitag und Samstag, 28. und 29. Mai, um 21.30 Uhr, ebenfalls im Kirchgarten St. Maximilian. Karten sind noch im Vorverkauf in der Lotto-Annahmestelle Grafen (Weinhagen 21) in Ruhrort erhältlich. Später werden Ausschnitte aus „Liebe, Sehnsucht, Ruhrort – Lebende Bilder aus vier Jahrzehnten“ dauerhaft im Hafenstadtteil zu sehen sein. Und zwar an jenen Orten, an denen die jeweiligen Filmszenen im vergangenen Jahrhundert gedreht wurden. Als „Guckkästen“ dienen dann 1,60 Meter hohe Videostelen, die Pollern einer Kaimauer nachempfunden sind. Verwirklicht wird das Projekt in Zusammenarbeit mit Haniel.

Fantastisches Spektakel bei den „Hafenkids“
Auch das von Haniel geförderte Jugendzentrum „Ruhrorter Hafenkids e. V.“ leistet zusammen mit dem Caritascentrum Meiderich einen Beitrag zur Duisburger Local Heroes-Woche – mit dem „Fantasy Castle“: Gaukler, Wahrsagerinnen, Feuerschlucker und allerlei zwielichtige Gestalten tummeln sich an der Nikolausburg. Draußen im Hof bieten Händler an mittelalterlichen Ständen ihre Waren feil. Drinnen bewirten Kinder und Jugendliche die Gäste in einer Hafenspelunke, in der auch Spielleute Seemannslieder zum Besten geben. Gruselig geht es im Keller zu: Hier sorgt eine Geisterbahn für Gänsehaut.

Zeitreise mit abwechslungsreichem Programm
Das „Fantasy Castle“ in der Nikolausburg (Eingang Homberger Straße 15 und Fürst-Bismarck-Straße 42) öffnet am Freitag, 28. Mai, von 16 bis 24 Uhr seine Tore. Auf die Gäste wartet ein buntes Programm – unter anderem mit Märchenerzählern und Jongleuren. Für die kleinen Gäste besteht die Möglichkeit, sich mit selbst gebastelten Kostümen in Fantasiewesen aller Art zu verwandeln. Um möglichst viele Besucher anzulocken, schart ein Herold – ein mittelalterlicher Bote – Kinder um sich und zieht mit ihnen durch die Straßen Ruhrorts. Entstanden ist die Idee zum „Fantasy Castle“ am Runden Tisch der Initiative „FaiR –Familie in Ruhrort“. Der Eintritt ist frei.