Pressemitteilung

Haniel versüßt Weihnachtszeit im Kinderdorf Duisburg

06.12.2010

Unternehmen spendet ein Lebkuchenhaus und 5.000 Euro.

Duisburg, 6. Dezember 2010. Aufgeregt zappelt Mika auf seinem Stuhl, fasst an die Tanne aus Zuckerguss und guckt durch die Tür des bunt verzierten Hexenhäuschens. Der Neunjährige ist einer von 120 Kindern im Kinderdorf Duisburg. Die meisten von ihnen werden Weihnachten dort feiern – das erste Geschenk gab es bereits am 1. Dezember von Haniel.

„Das Kinderdorf Duisburg bietet Kindern aus schwierigen Familienverhältnissen persönliche Betreuung. Sie erleben dort einen geregelten Alltag und spüren familiäre Nähe, so dass sie sich positiv entwickeln können. Deshalb engagiert sich Haniel für die Einrichtung“, sagte Jutta Stolle, Leiterin der Unternehmens­kommunikation, als sie am Mittwoch eine Haniel-Spende von 5.000 Euro überreichte. Für die Kinder gab es dazu ein Lebkuchenhaus, das von den Köchen des Haniel-Mitarbeiterrestaurants gebacken wurde. Über solche Überraschungen freuen sich die Kinder in der Weihnachtszeit besonders. „Wenn es möglich ist, dürfen sie an Heiligabend nach Hause fahren – aber die meisten bleiben im Dorf. Deswegen versuchen wir, die Weihnachtszeit wie in einer Familie zu feiern – mit Adventskalendern, Plätzchen backen und Geschenken“, erzählte Dorfleiterin Inge Lauterborn-Astrath. Mit der Geldspende möchte sie im Sommer eine Ferienfreizeit an die Nordsee organisieren. „Denn die meisten Kinder kommen aus Duisburg nicht raus, haben noch nie das Meer gesehen oder Seeluft gerochen.“

Kleine Erfolgsgeschichten
Im Kinderdorf Duisburg leben Kinder und Jugendliche jeden Alters in verschiedenen Wohngruppen zusammen. Der jüngste Bewohner ist vor acht Wochen zur Welt gekommen, der älteste vor 20 Jahren. Insgesamt 70 Betreuer sorgen für einen geregelten Tagesablauf: Es wird gemeinsam gekocht, gegessen und aufgeräumt. „Die Kinder lernen hier Alltägliches, das für ein selbstständiges Leben nach der Betreuung wichtig ist.“ In der Adventszeit, wenn ehemalige Bewohner das Kinderdorf besuchen, hört die Leiterin oft schier unglaubliche Geschichten. „Vergangenes Jahr haben wir jemanden wieder­getroffen, der früher der totale Chaot war – und heute in der deutschen Botschaft in Amerika arbeitet. Solche Beispiele zeigen, wie wichtig unsere Arbeit ist.“

Jetzt hat das Warten für Mika endlich ein Ende: Nach einem freundlichen Nicken von der Dorfleiterin darf er nun mit seinen Freunden Kaan, Marvin und Thomas von dem Hexenhäuschen aus Lebkuchen, Süßigkeiten und Zuckerguss naschen.