Pressemitteilung

Haniel steigert alle Ergebnisgrößen deutlich

10.04.2017

  • Erhöhung des Operativen Ergebnisses um 19 Prozent 
  • Buy & Build-Strategie bei BekaertDeslee und CWS-boco erfolgreich
  • Wert des Portfolios um 8 Prozent gesteigert
  • Weiter mehr als 1 Milliarde Euro für Unternehmenskäufe zur Verfügung
  • Digitalinitiative zeigt Fortschritte
  • Zwei Investment-Grade-Ratings erhalten

Duisburg, 10. April 2017. Das Family-Equity-Unternehmen Haniel verbesserte im Geschäftsjahr 2016 alle Ergebnisgrößen: Das Operative Ergebnis stieg um 19 Prozent auf 229 Millionen Euro. Getragen wurde dies von allen Geschäftsbereichen. "Die positive Ergebnisentwicklung und die Wertsteigerung des Portfolios zeigen, dass wir mit unserem Buy & Build-Ansatz zur Diversifikation des Portfolios erfolgreich sind. Die beiden Investment-Grade-Ratings bestätigen uns außerdem darin, unsere konservative Finanzpolitik und nachhaltige Investmentstrategie konsequent fortzusetzen", betont der Vorstandsvorsitzende Stephan Gemkow.

Meilensteine zur wertsteigernden Portfolioentwicklung
Haniel erreichte im Jahr 2016 mehrere sehr erfreuliche Meilensteine: Das Unternehmen unterstützte Bekaert Textiles erfolgreich bei der Akquisition und Integration der DesleeClama-Gruppe. Der Geschäftsbereich, seitdem BekaertDeslee, festigte dadurch seine Position als führender Spezialist für die Herstellung von Matratzenbezugsstoffen und erschloss neue Regionen. Für den Geschäftsbereich CWS-boco unterzeichnete Haniel am 15. Dezember 2016 eine Vereinbarung zur Übernahme wesentlicher Teile des zentraleuropäischen Geschäfts von Rentokil Initial in den Bereichen Hygiene, Berufskleidung und Reinraum. Damit wird die Marktstellung von CWS-boco nachhaltig gestärkt und - vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden - ein führendes europäisches Unternehmen mit mehr Innovationskraft, Kundennähe und Effizienz geschaffen. Auch das Projekt zur Teilung der METRO GROUP schreitet zügig voran. Neben den daraus resultierenden Wachstumsimpulsen profitiert Haniel von einer verbesserten Diversifikation des Beteiligungsportfolios. Außerdem hat der Aufsichtsrat den Haniel-Vorstand ergänzt und zum 30. Januar 2017 Thomas Schmidt als drittes Vorstandsmitglied berufen: Er wird sich zunächst der geplanten Integration von Rentokil Initial unter dem Dach von CWS-boco widmen und den Vorsitz im Shareholder-Committee des geplanten Joint Venture übernehmen.

Alle Geschäftsbereiche mit Ergebnissteigerungen
Haniel verbesserte das Operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2016 erfreulich: Es wurde um 19 Prozent auf 229 Millionen Euro gesteigert. Getragen wurde dies durch alle Geschäftsbereiche, vorrangig durch die positive Entwicklung bei TAKKT und den erstmaligen Einbezug von BekaertDeslee über ein komplettes Geschäftsjahr. Auch CWS-boco erreichte ein leicht höheres Operatives Ergebnis. Der Rohstoffhändler ELG verbesserte das Operative Ergebnis ebenfalls deutlich gegenüber dem Vorjahr.

Metro operativ mit Ergebnisanstieg - Sonderfaktoren belasten
Die METRO GROUP konnte im Geschäftsjahr 2016 einen Anstieg des Operativen Ergebnisses vor Sonderfaktoren von 1.448 Millionen Euro auf 1.553 Millionen Euro erzielen. Aufgrund zusätzlicher Sonderfaktoren, insbesondere im Zusammenhang mit der bevorstehenden Teilung des Unternehmens, verbuchte Haniel allerdings ein von 57 Millionen Euro auf 46 Millionen Euro gesunkenes Beteiligungsergebnis.

Nachsteuerergebnis mit deutlichem Anstieg
Das Ergebnis vor Steuern ist von 174 Millionen Euro im Vorjahr auf 193 Millionen Euro deutlich gestiegen. Bei einem leicht niedrigeren Steueraufwand im Vergleich zum Vorjahr lag auch das Ergebnis nach Steuern deutlich über dem des Jahres 2015. Dieses summierte sich - nach 120 Millionen Euro im Vorjahr - auf 144 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2016 und stieg damit um 20 Prozent.

Umsatz der Geschäftsbereiche positiv - nur bei ELG rohstoffbedingt belastet
Insgesamt verbuchte der Haniel-Konzern im Jahr 2016 einen Umsatz von 3.620 Millionen Euro, was einem Rückgang von 2 Prozent entspricht. Akquisitionen hatten einen positiven Effekt auf die Umsatzerlöse. Vor allem der erstmalige Einbezug von BekaertDeslee für ein komplettes Geschäftsjahr und die seit dem Erwerb am 29. Februar 2016 dort integrierte DesleeClama-Gruppe trugen positiv zur Umsatzentwicklung bei. Bereinigt um Währungseffekte sowie Unternehmenskäufe und -verkäufe lag der Umsatz um 7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dies ist auf die niedrigeren Rohstoffpreise und die geringere Ausgangstonnage des Geschäftsbereichs ELG zurückzuführen. Der Umsatz aller anderen Geschäftsbereiche entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr positiv. Hervorzuheben sind insbesondere die Umsatzeffekte durch das organische Wachstum von TAKKT.

Solide Finanzsituation belegt Investitionspotenzial
Das Eigenkapital von Haniel hat sich, insbesondere durch das höhere Nachsteuerergebnis, von 4.169 Millionen Euro zum 31. Dezember 2015 auf 4.248 Millionen Euro zum 31. Dezember 2016 erhöht. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich rechnerisch von 61 Prozent auf 60 Prozent, da nicht nur das Eigenkapital angestiegen ist, sondern auch die Bilanzsumme. Die starke Eigenkapitalausstattung belegt das Investitionspotenzial des Unternehmens. Derzeit verfügt Haniel mit mehr als 1 Milliarde Euro weiterhin über erheblichen finanziellen Spielraum zum Ausbau des Portfolios. Neben Unternehmenszukäufen liegt nach wie vor ein Fokus auf der wertsteigernden Entwicklung der bestehenden Beteiligungen. "Wir folgen dem Anspruch, als Wertentwickler für die Beteiligungen zu handeln. Dabei behalten wir sowohl Wert als auch Werte im Blick. Mit Geduld und Augenmaß werden wir weiterhin die sich bietenden Optionen abwägen und auch in einem herausfordernden Marktumfeld passende Unternehmen für unser Portfolio finden", zeigt sich Stephan Gemkow überzeugt.

Digitalinitiative mit Fortschritten
Als Family-Equity-Unternehmen bietet Haniel seinen Geschäftsbereichen auch bei der Digitalen Transformation einen Mehrwert. So hat jeder Geschäftsbereich eine Digitale Agenda entwickelt, zu deren Umsetzung die eigene Digitaleinheit Schacht One am traditionsreichen Standort auf Zeche Zollverein in Essen wertvolle Unterstützung leistet. Dazu liefern Investments in ausgewählte Venture-Capital-Fonds Möglichkeiten, neue Geschäftsmodelle kennenzulernen und sich in der Gründer- und Digitalszene zu vernetzen. Dieses Vorgehen versetzt Haniel in die Lage, die sich bietenden Chancen der Digitalen Transformation zu nutzen.

Investment-Grade-Rating durch Scope und S&P
Im Februar 2016 hat die europäische Ratingagentur Scope erstmals die Bonität von Haniel beurteilt. Die Ratingagentur stufte Haniel mit BBB- und stabilem Ausblick im Bereich des Investment Grade ein. Scope würdigte damit die konservative Investmentstrategie sowie die starke Liquiditätssituation und das solide Cashflow-Profil. Standard & Poor's (S&P) hat im April 2016 das Rating von BB+/B (positiver Ausblick) auf BBB-/A-3 (stabiler Ausblick) angehoben. Damit ist Haniel bei S&P wieder im Investment Grade eingestuft. Moody's hat im Januar 2017 den Ausblick des Haniel-Ratings auf "positiv" angehoben und mit Ba1 bestätigt. Hierfür waren die unternommenen Schritte im Rahmen der Investmentstrategie sowie die zu erwartenden positiven Effekte der angekündigten Aufteilung der METRO GROUP auf das Haniel-Portfolio ausschlaggebend.

Haniel erwartet für 2017 einen Anstieg des Operativen Ergebnisses
Insgesamt erwartet der Haniel-Vorstand im Geschäftsjahr 2017 für den Konzern akquisitions- und währungsbereinigt einen leichten Umsatzanstieg. Zu dieser Prognose werden voraussichtlich alle Geschäftsbereiche beitragen. Für das Operative Ergebnis wird ebenfalls von einem leichten Anstieg ausgegangen. In diesem Kontext ist zu beachten, dass diese Prognose des Konzernergebnisses wesentlich vom Ergebnisbeitrag des Geschäftsbereichs ELG abhängt, der in volatilen Rohstoffmärkten agiert. Ferner wird die Umsatz- und Ergebnisentwicklung nach heutiger Einschätzung durch die geplante Übernahme von Teilen des zentraleuropäischen Geschäfts von Rentokil Initial durch CWS-boco, die unter dem Vorbehalt der Zustimmung der relevanten Kartellbehörden steht, beeinflusst werden. Haniel geht für 2017 von einem verbesserten Finanzergebnis und - aufgrund von Spaltungseffekten - von einem niedrigeren Beteiligungsergebnis der Metro aus. Dennoch werden sowohl das Ergebnis vor, als auch nach Steuern voraussichtlich mindestens auf dem Niveau des Vorjahres liegen.

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