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Social Impact Lab Duisburg: Prof. Otto Beisheim Stiftung, Franz Haniel & Cie. GmbH, KfW Stiftung und Social Impact gGmbH eröffnen erstes Gründerzentrum für angehende Sozialunternehmen in NRW

06/17/2016

Für mehr Innovation und Gründergeist: Mit dem Social Impact Lab Duisburg wird in Ruhrort das erste Zentrum für soziale Innovation und Entrepreneurship in Nordrhein-Westfalen eröffnet. Das Lab fördert GründerInnen, die mit ihren Ideen drängende gesellschaftliche Herausforderungen lösen wollen, vernetzt sie mit anderen Akteurinnen und Akteuren und etabliert sie in der Region.

Mit Netzwerk- und Informationsveranstaltungen, Qualifizierungs- und zielgruppenspezifischen Gründer- und Stipendienangeboten wird das Social Impact Lab Duisburg die Anlaufstelle für Menschen in der Metropolregion Rhein-Ruhr sein, die den Herausforderungen unserer Gesellschaft mit sozialem Unternehmergeist begegnen. Im Gründerprogramm AndersGründer sollen in den ersten drei Jahren 55 Gründerteams begleitet werden. Das schafft über 80 Arbeitsplätze und generiert 2,5 Millionen Euro Gründungskapital. Die TeilnehmerInnen des Programmes erhalten neben einem interdisziplinären Netzwerk und einem Arbeitsplatz im Lab ein umfangreiches individuelles Qualifizierungsangebot rund um die eigene Gründung. Das Angebot beinhaltet Coaching, Fachberatung und Workshops sowie Zugang zu spezifischen Finanzierungsinstrumenten, um ihr soziales Geschäftsmodell nachhaltig erfolgreich positionieren zu können. Die Teilnahme am Programm hat einen Gegenwert von 12.500 EUR je Team.

Gründerprogramme für Sozialunternehmer
Soziale Innovationen und Sozialunternehmertum gewinnen angesichts gesellschaftlicher Herausforderungen wie demographischer Wandel, Bildungsungleichheit und Zuwanderung bei gleichzeitiger Knappheit der öffentlichen Versorgungskassen stetig an Bedeutung. Gleichwohl sind die Bedingungen für die Gründung von Sozialunternehmen in Deutschland bisher unzureichend. Hier setzt das Konzept des neuen Zentrums an.

Dank der Etablierung der Erfolgsprogramme AndersGründer und ANKOMMER.Perspektive Deutschland in Duisburg arbeiten bereits jetzt acht Startups und Initiativen in den Räumen auf dem Gelände der Franz Haniel & Cie. GmbH intensiv daran, ihre Ideen in tragfähige Geschäftsmodelle zu überführen. Das
Programm AndersGründer wurde 2013 in Frankfurt von der KfW Stiftung und der Social Impact gGmbH gestartet und in Partnerschaft mit der Prof. Otto Beisheim Stiftung jetzt auf Duisburg ausgeweitet. Ergänzt wird das Angebot für Social Startups durch das Stipendienprogramm ANKOMMER. Perspektive Deutschland, gefördert von der KfW Stiftung und unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministers Sigmar Gabriel. Das Programm unterstützt bundesweit aktuell 14 Startups und (sozial-)unternehmerische Initiativen, die mit innovativen, übertragbaren Ansätzen Menschen mit Fluchthintergrund Zugang zu Bildung sowie zu Ausbildungs- und Arbeitsplätzen bieten.

Impulse für die Region
Ziel der Initiatoren des Social Impact Labs ist es, durch den Aufbau eines regionalen Netzwerkes und eines umfangreichen Veranstaltungs- und Qualifizierungsangebots die Rahmenbedingungen für die Entwicklung sozialer Innovationen in der Region nachhaltig zu verbessern. Mit der Verbreitung sozialer Innovationen und der Gründung von Sozialunternehmen sollen positive Impulse für den anhaltenden Strukturwandel in der Region gesetzt werden.

Annette Heuser, Geschäftsführerin der Prof. Otto Beisheim Stiftung

„Die Förderung von Sozialunternehmertum ist uns ein wichtiges Anliegen, um junge Menschen in die Entwicklung sozialer Innovationen einzubinden. Unsere Stiftung fördert Projekte, die ihnen die Möglichkeit bieten, unternehmerisch tätig zu sein und gleichzeitig Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen. Das Social Impact Lab bietet einen Raum, Ideen sowohl mit Gleichaltrigen als auch erfahrenen Mentoren zu diskutieren, zu entwickeln und in der Praxis umzusetzen.“

Jutta Stolle, Direktorin der Franz Haniel & Cie. GmbH

„Innovationskraft, Leistungsbereitschaft und soziale Verantwortung prägen das unternehmerische Denken und Handeln von Haniel. Das Social Impact Lab vereint diese Werte geradezu exemplarisch und schafft den Nährboden für neue Ideen und Unternehmen. Wir sind überzeugt, dass das Projekt zur Vitalisierung des Standorts, zur Wiederbelebung der lokalen Ökonomie und des bürgerschaftlichen Engagements beiträgt, auch über die Grenzen von Ruhrort hinaus.“

Dr. Bernd Siegfried, Geschäftsführer der KfW Stiftung
„Mit den Programmen AndersGründer und Ankommer. Perspektive Deutschland wird die wirtschaftlich
wichtige Aufgabe der Unternehmensgründung erfolgreich mit der Frage nach gesellschaftlicher und
ökologischer Verantwortung von Unternehmen verknüpft. Die KfW Stiftung setzt sich für verantwortungsbewusstes unternehmerisches Denken ein, das sich mit kreativen Ideen und innovativen Strukturen den gesellschaftlichen Herausforderungen stellt. Mit dem neuen Lab in Duisburg möchten wir eine Skalierung unterstützen, denn mit jeder erfolgreichen Gründung trägt diese Idee weiter zu einer Bewegung des Umdenkens und Neuorientierens bei.“

Norbert Kunz, Geschäftsführer der Social Impact gGmbH
„Immer mehr – insbesondere junge – Menschen verfolgen das Ziel, drängende gesellschaftliche Probleme mit unternehmerischen Mitteln zu lösen. Zugleich sind die Rahmenbedingungen für die Gründung von Sozialunternehmen deutlich ausbaufähig. Dabei sind soziale Innovationen der Motor, um unsere Gesellschaft zukunftsfähig und lebenswert zu gestalten. Deshalb haben wir 2011 das Konzept der Social Impact Labs entwickelt. Unser Ziel ist es, Social Impact Labs möglichst in allen deutschen Metropolregionen zu verankern. Die Entwicklung in Duisburg hat für uns besondere große Bedeutung, weil wir erstmalig in einer westdeutschen Metropolregion aktiv werden, die durch große strukturelle Veränderungen geprägt ist.“

Die komplette Pressemappe steht hier zum Download bereit.