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Informel international – Auszüge aus der Sammlung Haniel

01/23/2018

3. Februar – 16. September 2018

Pressetermin: Donnerstag, 1. Februar 2018, 12.00 Uhr, Märkisches Museum Witten

Eröffnung: Freitag, 2. Februar 2018, 19.00 Uhr

(Gemeinsame Eröffnung mit der Ausstellung „Möglichkeiten von Malerei“)

Es sprechen:

Dirk Steimann, Vorstand Kulturforum Witten
Christoph Kohl, Leiter Märkisches Museum Witten
Lars König, 2. stellvertretender Bürgermeister der Stadt Witten
Claudia Rinke, Märkisches Museum Witten
Franz M. Haniel, Aufsichtsratsvorsitzender der Franz Haniel & Cie. GmbH

Erstmalig präsentiert die Franz Haniel & Cie. GmbH in Zusammenarbeit mit dem Märkischen Museum Witten einen Teilbereich ihrer Kunstsammlung. Zum Thema „Informel international“ tragen das Museum und das Duisburger Unternehmen als Hauptleihgeber bedeutende Werke der informellen Kunst zusammen. Die Ausstellung findet vom 3. Februar bis zum 16. September 2018 im Märkischen Museum Witten statt.

Anlass für das Ausstellungsprojekt ist die Schließung der Zeche Prosper Haniel Ende dieses Jahres: Mit dieser Zeche, die bis 1968 im Besitz des Familienunternehmens Haniel war, schließt die letzte aktive Zeche im Ruhrgebiet. „Die Industrialisierung des Ruhrgebiets geht auf unseren Firmengründer Franz Haniel zurück und wir fühlen uns eng verbunden mit der Geschichte des Bergbaus. Der Strukturwandel der Region und unseres Unternehmens Anfang der 1980er Jahre markiert gleichzeitig den Beginn unserer unternehmenseigenen Sammlung mit dem Schwerpunkt Informel. In dieser Kunstrichtung sehen wir den Aufschwung unseres Unternehmens bildlich dargestellt“, so Franz Markus Haniel, Familienmitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrates des Unternehmens, welches seit 1756 in Duisburg-Ruhrort ansässig ist und heute als Family-Equity-Unternehmen ein diversifiziertes Portfolio mit langfristiger Investmentstrategie gestaltet.

Die Leihgabe beinhaltet Werke internationaler Künstler wie Julius Bissier, Georges Mathieu und Emilio Vedova, die eine Brücke zum deutschen Informel und somit zum Wittener Museumsbestand schlagen. „Es gab unter den Künstlern der Nachkriegszeit einen regen Austausch. Das Märkische Museum Witten freut sich sehr, mit den Arbeiten aus der Sammlung Haniel internationale Kunstwerke zeigen zu können, die verdeutlichen, auf welche Art und Weisen die Künstler den Gedanken des Informel in ganz Europa verbreitet haben“, sagt Christoph Kohl, Leiter des Märkischen Museums Witten.

Den Wittener Sammlungsbestand mit informellen Werken deutscher Künstler wie K.O. Götz, Fred Thieler oder Gerhard Hoehme wird ergänzt durch freundliche Leihgaben des Kunstmuseums Bochum. Aus Bochum stammen Werke von u. a. Karel Appel, Antoni Tàpies und Emil Schumacher.

Die Ausstellung im Märkischen Museum findet parallel zum Gemeinschaftsprojekt „Kunst & Kohle“ der RuhrKunstMuseen statt. 17 RuhrKunstMuseen nehmen das Ende der Steinkohleförderung zum Anlass für das größte städteübergreifende Ausstellungsprojekt, das je zu diesem Thema umgesetzt wurde. In 13 Städten der Metropole Ruhr werden von Mai bis September 2018 zeitgleich künstlerische Positionen gezeigt, die sich auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Thema „Kohle“ auseinandersetzen.

Beteiligte Künstler:
Karel Appel, Willi Baumeister, Julius Bissier, Peter Brüning, Jean Dubuffet, Jean Fautrier, Karl Otto Götz, Gerhard Hoehme, Hans Kaiser, Georges Mathieu, Brigitte Matschinsky-Denninghoff und Martin Matschinsky, Richard Oelze, Hans Platschek, Jean Paul Riopelle, Emil Schumacher, Pierre Soulage, Antoni Tàpies, Fred Thieler, Hann Trier, Emilo Vedova, Jaap Wagemaker und Fritz Winter