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Haniel Innovation Day 2011: Trainee-Programm der Zukunft

03/23/2011

Studenten, Personaler und Wissenschaftler entwickelten Visionen für den Berufseinstieg von morgen.

Duisburg, 23 March 2011. Was erwarten Studenten von einem guten Trainee-Programm? Auf welche Inhalte legen Unternehmen Wert? Und wie könnte der optimale Berufseinstieg in zehn Jahren aussehen? Diesen Fragen gingen Studenten, Unternehmensvertreter und Hochschulmitarbeiter am 18. März 2011 beim Haniel Innovation Day in der Unternehmenszentrale in Duisburg auf den Grund. Moderiert wurde die Veranstaltung von Jochen Mai, Leiter des Ressorts „Management & Wissen“ beim Magazin WirtschaftsWoche.

„Nicht überall, wo Trainee-Programm draufsteht, ist auch Trainee-Programm drin. Viele Unternehmen konzipieren ihr Angebot an den Bedürfnissen der Absolventen vorbei. Es ist daher an der Zeit, dass sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen und über die Zukunft von Traineeships diskutieren“, erläutert Dr. Michael Prochaska, Haniel-Personaldirektor, die Idee zur Veranstaltung. Der Aufforderung sind beim Haniel Innovation Day rund 60 Teilnehmer gefolgt. In drei Kreativworkshops betrachteten Studenten, Personaler und Wissenschaftler bestehende Programme aus ihrer Perspektive und erörterten, welche Bausteine zu einem guten Traineeship gehören: Auf der Wunschliste der Studenten stehen Betreuung durch Mentoren und Auslandsaufenthalte ganz oben. Aber auch Entscheidungsfreiraum und Eigenverantwortung sind ihnen wichtig. „Ich möchte ein maßgeschneidertes Programm, bei dem ich die Stationen nach meinen individuellen Neigungen und Fähigkeiten mitbestimmen kann“, sagt Thomas Heber, Student der Betriebswirtschaft an der Frankfurt School of Finance & Management.

Weiterbildungsbudget selbst managen
Losgelöst von bestehenden Ansätzen entwickelten Studenten, Personaler und Hochschulmitarbeiter gemeinsam verschiedene Szenarien für den Berufseinstieg. Peter Sticksel, Leiter Führungskräfteentwicklung bei Haniel, moderierte diesen Workshop: „Absolventen sollten unternehmerisches Denken und Handeln unter Beweis stellen können. Dazu müssen sie eigenverantwortlich Projekte steuern und ihr eigenes Zeit- und Weiterbildungsbudget verwalten.“ Professor Dr. Norbert Thom, Keynote Speaker beim Haniel Innovation Day und Leiter des Instituts für Organisation und Personal an der Universität Bern, hält einen anderen Aspekt für sehr wichtig: „Projekte bieten Trainees die Möglichkeit, verschiedene Abteilungen eines Unternehmens kennen zu lernen und so ihr Netzwerk zu erweitern. In diesem Punkt können viele Unternehmen noch besser werden.“

Kein Patentrezept
Die Ergebnisse aller Workshops präsentierten die Teilnehmer am Ende des Tages auf einem interaktiven Marktplatz im Foyer der Haniel Akademie. Die Trainee-Programme wurden dabei als Türme aus überdimensionalen Legosteinen, als Kochrezepte und Foto-Collagen dargestellt. „Ich bin begeistert von so viel Kreativität“, sagt Prochaska. „Wir haben viele innovative Ideen gesammelt, wie wir Traineeships in Zukunft gestalten sollten.“ Nicht zuletzt wegen der Fülle an Vorschlägen und Meinungen wurde allen Beteiligten klar: Ein Optimum gibt es nicht, denn so unterschiedlich wie die Bewerber sind auch deren Erwartungen – zum Beispiel die von BWL-Student Thomas Heber: „So gut das Trainee-Programm eines Unternehmens sein mag, für mich spielen auch der Bekanntheitsgrad und das Image meines zukünftigen Arbeitgebers eine große Rolle.“

Studie zu Trainee-Programmen
Ende 2010 startete Haniel eine Umfrage zur Verbreitung und Ausrichtung von Trainee-Programmen. An der Studie beteiligten sich über 120 deutsche Unternehmen quer aus allen Branchen und rund 280 Studenten verschiedener Fachrichtungen. Die Auswertung ergab: Die Anforderungen der Studenten und die Angebote der Unternehmen passen nicht immer zueinander. Während mehr als ein Drittel der Unternehmen vor allem auf Personalentwicklung, Programminhalte und Auslandsaufenthalte Wert legen, ist 46 Prozent der Absolventen in erster Linie persönliche Betreuung wichtig. Die Vermittlung von Fachwissen steht bei 35 Prozent der Studenten ganz oben auf der Wunschliste. Dies berücksichtigen jedoch nur fünf Prozent der Unternehmen bei der Gestaltung ihrer Ausbildungsprogramme.