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Haniel Innovation Day 2011

Workshop zum Trainee-Programm der Zukunft

HID01Man nehme viel Mentoring, eine Prise Auslandsaufenthalt und eine große Portion eigenständige Projektarbeit. Abgerundet wird das Ganze durch regelmäßiges Feedback, einen unbefristeten Arbeitsvertrag sowie interne Weiterbildungsangebote – so lautet das Rezept für ein optimales Trainee-Programm. Kreiert hat es Julia-Carolin Schmid, angehende Wirtschaftswissenschaftlerin an der Universität Witten-Herdecke. Wie rund 30 weitere Studenten aus ganz Deutschland war sie am 18. März der Einladung von Haniel zum Innovation Day 2011 nach Duisburg gefolgt. Mit dem Ziel, Visionen für den Berufseinstieg von morgen zu entwickeln. „Im Workshop sind wir in die Rolle von Köchen geschlüpft und haben überlegt, welche Zutaten zu einem guten Trainee-Programm gehören“, erklärt Schmid.

Alle an einem Tisch

HID02Auch Personaler und Wissenschaftler nahmen an der Veranstaltung teil. „Nicht überall, wo Trainee-Programm draufsteht, ist auch Trainee-Programm drin. Viele Unternehmen konzipieren ihr Angebot an den Bedürfnissen der Absolventen vorbei. Es ist daher an der Zeit, dass sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen und über die Zukunft von Traineeships diskutieren“, erläutert Dr. Michael Prochaska, Haniel-Personaldirektor, die Idee zur Veranstaltung. Der Aufforderung folgten die rund 60 Teilnehmer: In drei Kreativworkshops bewerteten die Studenten, Personaler und Wissenschaftler bestehende Programme aus ihrer jeweiligen Sicht. Während sich das Team rund um Studentin Julia-Carolin Schmid zur Rezeptsuche in die Ideenküche zurückzog, bauten die Personaler in ihrem Workshop Türme aus überdimensionalen Legosteinen. „Wir haben uns zunächst die Steckbriefe zu den Trainee-Programmen der Kollegen angesehen. Danach überlegten wir uns, welche Elemente zu einem Traineeship gehören: Was ist Pflicht und was ist Kür“, erklärt Martin Vomstein, Personalreferent bei der Rewe-Group in Köln. „Ich bin der Meinung, dass Netzwerkveranstaltungen und Treffen mit dem Management bestehende Angebote aufwerten könnten.“

Weiterbildungsbudget selbst managen

HID03Losgelöst von bestehenden Ansätzen entwickelte ein gemischtes Team aus Studenten, Personalern und Wissenschaftlern verschiedene Szenarien für den Berufseinstieg. Peter Sticksel, Leiter Führungskräfteentwicklung bei Haniel, moderierte diesen Workshop. „Absolventen sollten unternehmerisches Denken und Handeln unter Beweis stellen können. Dazu müssen sie eigenverantwortlich Projekte steuern und ihr eigenes Zeit- und Weiterbildungsbudget verwalten.“ Professor Dr. Norbert Thom, Keynote Speaker beim Haniel Innovation Day und Leiter des Instituts für Organisation und Personal an der Universität Bern, hält einen anderen Aspekt für sehr wichtig: „Projekte bieten Trainees die Möglichkeit, verschiedene Abteilungen eines Unternehmens kennen zu lernen und so ihr Netzwerk zu erweitern. In diesem Punkt können viele Unternehmen noch besser werden.“

Individualisierung gefragt

HID04Die Ergebnisse aller Workshops präsentierten die Teilnehmer am Ende des Tages auf einem interaktiven Marktplatz im Foyer der Haniel Akademie. „Im Großen und Ganzen herrscht bei Absolventen und Unternehmen Einigkeit über die Anforderungen an ein gutes Trainee-Programm“, resümiert Jochen Mai, Leiter „Management & Wissen“ beim Magazin WirtschaftsWoche und Moderator der Veranstaltung. Als besondere Herausforderung wurden die Themen Eigenverantwortung und Gestaltungsfreiraum diskutiert. „Ich möchte ein maßgeschneidertes Programm, bei dem ich die Stationen nach meinen individuellen Neigungen und Fähigkeiten mitbestimmen kann“, sagt Thomas Heber, Student an der Frankfurt School of Finance & Management. Diese Möglichkeit bieten bisher allerdings nur wenige Unternehmen, wie ein Blick auf die im Foyer ausgestellten Traineeship-Steckbriefe verriet.

Kein Patentrezept

Nicht zuletzt wegen der Fülle an Vorschlägen und Meinungen war die Erkenntnis des Tages: Ein Optimum gibt es nicht, denn so unterschiedlich wie die Bewerber sind auch deren Erwartungen – zum Beispiel die von Studentin Julia-Carolin Schmid: „Ich möchte in einem Unternehmen arbeiten, mit dem ich mich identifizieren kann. Bei der Auswahl des Arbeitgebers spielen für mich Image und Werte eine ebenso große Rolle, wie die Inhalte des Trainee-Programms.“

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Studie

Ende 2010 startete Haniel eine Studie zur Verbreitung von Trainee-Programmen. Über 120 deutsche Unternehmen quer aus allen Branchen beteiligten sich an der Befragung. Die Ergebnisse wurden in der WirtschaftsWoche veröffentlicht. 

Weitere Informationen

Club Area

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Anmeldung

Gedruckt am: 17. Mai 2012
 
Franz Haniel & Cie. GmbH · Franz-Haniel-Platz 1 · 47119 Duisburg · Deutschland
Telefon: +49 (0)203 806-0 · Fax: +49 (0)203 806-622
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